Mutter-/Vater-Kind-Turnen zurück


Definition

Beim Eltern-Kind-Turnen sollen die Kinder in ihrer Entwicklung gefördert und ihre Freude an Bewegung spielerisch geweckt werden. Die Angebote richten sich an Kinder im Vor-Kindergarten-Alter und ihre Eltern.

Herkunft

Bereits zu Beginn der 1970er-Jahre begannen die ersten Turn- und Sportvereine, auch die Kleinsten zu integrieren. Die Idee der frühen Bewegungsförderung hat sich über die Jahre immer mehr durchgesetzt und inzwischen hat fast jeder Turnverein mindestens ein Angebot für Kinder mit ihren Eltern. Auch Väter sind dort immer häufiger anzutreffen.

Grundlagen

Im Eltern-Kind-Turnen soll auf spielerische Art und Weise die Freude der Kinder an Bewegung geweckt, gefördert und erhalten werden. Sie haben die Möglichkeit, eine Vielfalt an Bewegungsmöglichkeiten kennenzulernen und auszuprobieren. Geschicklichkeit, Gleichgewichtssinn, Rhythmus- und Reaktionsfähigkeit werden dadurch geschult, Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer trainiert. Ausserdem lernen die Kinder frühzeitig den Spass an Bewegung in der Gruppe kennen, der sie vielleicht ihr Leben lang begleiten wird. Bewegung fördert jedoch nicht nur die motorische, sondern auch die geistige Entwicklung, steigert das Wohlbefinden und schult das Körperbewusstsein. Die Persönlichkeit der Kinder wird gestärkt. Auch in Bezug auf ihre sozialen und emotionalen Fähigkeiten können die Kleinen im Eltern-Kind-Turnen einige Erfahrungen sammeln. So finden sie vielleicht ihre ersten Freunde, lernen, auf andere Kinder Rücksicht zu nehmen, sich gegenseitig zu helfen oder sich durchzusetzen. Die Anwesenheit der Eltern gibt ihnen dabei Sicherheit.

Für die Eltern bietet sich die Möglichkeit, eine stressfreie Stunde mit ihren Kindern zu erleben, deren Entwicklung zu beobachten und sich mit ihnen gemeinsam zu bewegen. Denn auch sie sind eingeladen mitzuturnen. Sie bekommen viele Anregungen, wie sie auch zu Hause die psychische und physische Entwicklung ihres Kindes optimal fördern können. Ausserdem haben sie Gelegenheit, sich mit anderen Eltern auszutauschen und neue soziale Kontakte zu knüpfen.

Verwendete Technik

Im Eltern-Kind-Turnen werden vielfältige Elemente eingesetzt, um den Kindern spielerisch den Spass an der Bewegung zu vermitteln. Dabei ist das Programm immer der jeweiligen Altersgruppe angepasst und richtet sich nach den Bedürfnissen der Kinder. Es können zum Beispiel unterschiedlichste Bewegungs-, Kraft- und Laufspiele gemacht werden. Vielfach wird Musik eingesetzt, zu der dann geturnt und getanzt wird. Verschiedene Übungen können in eine Bewegungsgeschichte verpackt werden, zum Beispiel könnten bei einem gedanklichen Ausflug in den Zoo die Tiere nachgeahmt werden. Häufig wird ein sogenannter Bewegungsparcours aus Matten und Geräten aufgebaut, durch den die Kinder unterschiedliche Bewegungsformen (zum Beispiel balancieren, Klettern oder Springen) üben. Der Kursleiter gibt Anregungen, wie die entsprechenden Stationen genutzt werden können. Schliesslich kommen auch verschiedene andere Bewegungsmaterialien wie Bälle, Reifen oder Bänder zum Einsatz, mit denen die Kinder ihre Fertigkeiten trainieren können. Neben dem Eltern-Kind-Turnen, das meist auf Kinder im Vorkindergarten-Alter zugeschnitten ist, gibt es auch für die ganz Kleinen und ihre Eltern Angebote:

- Im Mutter-/Vater-Baby-Turnen wird einerseits das Kind zu Bewegung motiviert, zudem werden jedoch auch die Eltern vermehrt gefordert. Übungen, die sie alleine oder gemeinsam mit ihren Kindern durchführen, fördern ihre körperliche Fitness und tragen bei den Müttern zur Rückbildung bei.


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