Antara® zurück


Definition

Antara® ist ein ruhiges, ganzheitliches Bewegungskonzept, das Elemente von Tanz bis hin zu Körpertherapie beinhaltet und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aufgebaut ist. Die ausgeklügelten Bewegungsabfolgen trainieren vor allem die das Skelett stützende innere Muskulatur und bewirken einen straffen Körper und eine gute Körperhaltung.

Herkunft

Entwickelt wurde Antara von Karin Albrecht, einer ehemaligen Balletttänzerin, international bekannten Stretchingexpertin und Autorin diverser Bücher über Körperhaltung und Stretching sowie von Maja Rybka, einer Pflegefachfrau und Ingenieurin für Biomedizinische Technik. Die beiden arbeiteten mit einem Team seit dem Jahr 2000 an einem neuen Bewegungskonzept, das effizient und modern sein sollte und Individualität sowohl von Seiten des Kursleiters als auch des Kursteilnehmers erlauben sollte. Die zahlreichen Erfahrungen von Albrecht als Ausbilderin und Kursleiterin flossen in diese Arbeit mit ein. Da weder ein deutscher noch ein englischer Begriff sämtliche Aspekte des neuen Kurskonzepts umfasste, suchten Albrecht und Rybka im Sanskrit nach einem Namen und wurden fündig: Antara bedeutet von innen nach aussen, auf dem Weg sein und der Weg des Herzens.

Grundlagen

Antara basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen der Queensland-University in Australien, wonach nicht die sichtbare Muskulatur das Skelett stützt, sondern das Muskelkorsett im Inneren des Körpers, das kaum trainiert wird. Teil dieses Muskelkorsetts sind beispielsweise Zwerchfell, Beckenboden und Transversus, der quer verlaufende Bauchmuskel. Die tiefer liegenden Rücken-, Bauch-, Rumpf- und Beckenbodenmuskeln werden auch als Core-Muskeln (deutsch: Kern) bezeichnet. Die Core-Muskeln stabilisieren die Gelenke und sind verantwortlich für die Körperstatik. Alltägliche körperliche Fehlhaltungen lassen dieses Muskelkorsett erschlaffen.

Antara verbindet die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus Australien mit erprobten Elementen aus Bewegung, Atmung und Entspannung. Es werden nicht nur die sichtbaren Muskeln, sondern vor allem die tief liegenden Muskeln der Körpermitte trainiert um das Muskelkorsett wieder zu stärken. Das Prinzip hierzu heisst von innen nach aussen; der Körper wird von innen her aufgebaut. In den Kursen werden ausschliesslich öffnende Bewegungen durchgeführt, da Beugungen und Innenrotationen bereits im Alltag ausreichend vorhanden sind. Kennzeichnend für Antara sind die ruhigen Bewegungsabläufe. Die einzelnen Bewegungen und Übungsabläufe haben ihre Begründung in anatomischen und funktionellen Prinzipien und wiederholen sich beinahe rituell. Die Konsequenz daraus ist, dass Antara einen meditativen, jedoch nicht esoterischen Charakter hat und sich die Trainingsintensität durch die Zahl der Wiederholungen fortlaufend steigern lässt. Antara ist flexibel, das heisst, die Bewegungsabläufe sind zwar vorgegeben, der Kursleiter kann diese aber unterschiedlich kombinieren und so die Trainingsstunde auf die Bedürfnisse der Teilnehmer abstimmen. Die Wirkung von Antara basiert nicht nur auf den einzelnen Übungen an sich, sondern auch auf der Reihenfolge, in der die Muskelgruppen trainiert werden.

Antara baut die Tiefenmuskulatur auf, stabilisiert die Wirbelsäule, verbessert Körperhaltung und -gefühl, strafft den Körper und führt zu einem kräftigen Rücken und einem flachen Bauch. Zudem soll das Training Ruhe, Entspannung und Gelassenheit bewirken sowie die Konzentration verbessern.

Die Antara-Übungen haben eine gewisse Ähnlichkeit zu Yoga und Pilates. Trotzdem lässt sich Antara® klar davon abgrenzen: Im Gegensatz zu Yoga steckt hinter Antara keine Philosophie. Der Unterschied zu Pilates liegt darin, dass Antara nicht mit Beugungen des Rumpfes, sondern mit einer aufrechten Wirbelsäulenposition arbeitet, da gemäss Albrecht die Mehrheit der Leute den ganzen Tag schon in gekrümmter Haltung vor dem Computer sitzt. Die Beugung des Rückens belastet zudem die Bandscheiben. Überdies wird bei bestimmten Pilates-Übungen stossweise geamtet, während die Atmung bei Antara immer gleichmässig fliessen soll und diese insgesamt eine weniger wichtige Rolle einnimmt als beim Pilates.

Verwendete Technik

In einer Antara-Trainingsstunde werden Wahrnehmungs- und Körperübungen durchgeführt, die relativ einfach sind. Jedoch gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Bei jeder Übung wird der Körper zuerst in eine bestimmte Ausgangsposition gebracht. Durch kleine, kontrollierte Bewegungen entsteht eine Körperspannung, welche die Tiefenmuskulatur aktiviert. Durch dieses bewusste Anspannen der Tiefenmuskulatur soll das Gehirn die Funktionsweise speichern und immer selbstverständlicher eine aufrechte Haltung beim Sitzen, Laufen oder Stehen einnehmen. Danach werden zusätzlich Bewegungselemente ausgeführt, welche die äussere Muskulatur trainieren. Jede Übung beinhaltet sowohl Stretching als auch Kräftigung. Die einzelnen Bewegungen sind langsam und kraftvoll, die Atmung ist fliessend. Die unterschiedlichen Positionen werden jeweils für einige Sekunden gehalten. Die Ausführung der Antara-Übungen erfordert ein hohes Mass an Konzentration.

Für das Training können zudem bestimmte Hilfsmittel eingesetzt werden wie beispielsweise der Aero-Step  eine labile Unterlage, mit der Gleichgewicht und Koordination trainiert werden können.


© EMfit


zurück